Mercedes-Benz MotorsportFormel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis von Australien
Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis von Australien 2017. Lewis Hamilton ; Formula One - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Australian GP 2017. Lewis Hamilton;
Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis von Australien 2017. Valtteri Bottas ;
Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis von Australien 2017. Lewis Hamilton ; Formula One - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Australian GP 2017. Lewis Hamilton;

Auf dem Siegerpodest: Valtteri Bottas, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel (v.l.n.r.)

Formel 1 meldet sich mit einem Knaller zurück: Doppel-Podium für die Silberpfeile in Melbourne

  • Lewis Hamilton erzielt mit seinem zweiten Platz auf dem Melbourne Grand Prix Circuit seinen 105. Podestplatz in der Formel 1
  • Valtteri Bottas komplettiert das Doppel-Podium für die Silberpfeile auf Platz drei. Bei seinem Debüt für das Team erhöht er seine Top-3-Ergebnisse in der F1 auf eine zweistellige Zahl
  • Lewis (18) ist Zweiter in der Fahrer-Weltmeisterschaft. Er liegt sieben Punkte hinter Sebastian Vettel (25). Valtteri (15) liegt drei weitere Punkte dahinter auf P3
  • Mercedes-AMG Petronas Motorsport (33) liegt in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft vier Punkte hinter der Scuderia Ferrari (37)
Fahrer Chassis Nr. Grid Ergebnis Schn. Runde
Lewis Hamilton F1 W08 EQ Power+/01 P1 P2 1:27.003 (Runde 44)
Valtteri Bottas F1 W08 EQ Power+/03 P3 P3 1:26.593 (Runde 56)
Strategie Start Stopp 1
Nr. 44 UltraSoft Soft (Runde 17)
Nr. 77 UltraSoft Soft (Runde 25)
Wetter Trocken, warm, klar
Temperaturen Luft: 24 – 25°C Strecke: 31 – 37°C


Lewis Hamilton

Herzlichen Glückwunsch an Sebastian und Ferrari. Ich weiß, dass sie lange auf diesen Sieg gewartet haben. Das ist der beste Beweis dafür, dass wir in dieser Saison alle Hände voll zu tun haben werden – diese Herausforderung reizt uns. Das wird großartig für die Fans. Uns ist ein richtig guter Start gelungen, das war fantastisch. Es war schön, gut aus den Startlöchern zu kommen. Aber ich kämpfte von Anfang an mit dem Grip. Sebastian konnte mich bei den Rundenzeiten immer kontern und einfach schneller fahren. Gegen Ende des ersten Stints kam ich etwas in Verkehr und überhitzte dabei meine Reifen. Mir fehlte der Grip, sodass ich hereinkommen musste. Gleichzeitig wurde der Abstand geringer und ich rutschte viel herum. Wir entschieden uns für einen Boxenstopp, da mich Sebastian ansonsten ohnehin überholt hätte. Nach meinem Stopp steckte ich etwas im Verkehr fest. Das war Pech, aber so etwas kommt im Rennsport eben manchmal vor.

Valtteri Bottas
Es gibt immer Dinge, die besser hätten laufen können. Aber dies ist ein guter Anfang für meine Zeit bei Mercedes. Als Team betrachtet, haben wir richtig gute Arbeit mit dem Auto abgeliefert. Aber Ferrari war heute einfach schneller. Daran besteht kein Zweifel. Sie haben im Winter offensichtlich großartig gearbeitet. Aus meiner Perspektive war das größte Problem der erste Stint. Ich hatte das Gefühl, dass ich auf der ultraweichen Reifenmischung nur herumrutschte. Mir fehlte vorne wie hinten der Grip, ganz besonders nach 10 Runden. Das war nicht einfach. Aber sobald wir die weichen Reifen aufgezogen hatten, fühlte sich das Auto großartig an. Es verhielt sich sehr schön und war richtig gut zu fahren. Schade, dass das erst ein bisschen zu spät der Fall war. Aber insgesamt war das Rennen keine Katastrophe. Es ist gut, mit einem Podium für ein neues Team in die Saison zu starten. Jeder Platz ist wichtig für die Weltmeisterschaft. Vor uns liegt noch eine lange Saison. Ich habe meine Punkte und werde mich beim nächsten Mal besser schlagen. Jetzt freue ich mich auf China.

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef

Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Wenn man so einen Tag erwischt, an dem ein anderes Team bessere Arbeit abgeliefert hat, muss man das akzeptieren und ihre Leistung anerkennen. Heute sind Sebastian und Ferrari die verdienten Sieger. Schon in der Anfangsphase des Rennens war klar, dass Sebastian sehr schnell war. Denn Lewis konnte ihm nicht davonfahren. Sebastian kam in das Fenster, in dem ein „Undercut“ möglich war, und wir hatten zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Reifen nicht halten würden. Diesen Eindruck hatten sowohl das Team, das sich die Daten am Kommandostand ansah, als auch Lewis im Auto. In diesem Moment trafen wir die Entscheidung, hereinzukommen. Dabei waren wir uns des Risikos bewusst, dass er im Verkehr herauskommen könnte. Wir saßen zwischen den Stühlen und probierten es einfach. Aber Ferrari dachte sehr gut mit – und sie hatten heute das schnellere Auto. Danach schienen wir auf den weichen Reifen an Performance zuzulegen. Lewis bekam alles perfekt hin und ich muss auch Valtteri ein Kompliment aussprechen. Er zeigte eine richtig gute Pace, machte das gesamte Wochenende über keine Fehler und fuhr in seinem ersten Rennen für das Team sein erstes Podium ein. Jetzt müssen wir die richtigen Lehren aus diesem Rennen ziehen, verstehen, warum wir heute nicht das Maximum herausgeholt haben und hart weiterarbeiten, um das Auto in jedem Bereich zu verbessern.

James Allison, Technischer Direktor

Wem es nach dem Qualifying noch nicht klar war, der erkennt sicher jetzt: In dieser Saison werden die Abstände sehr gering sein. Wir kamen am Start gut weg. Aber das Lob gebührt heute Ferrari. Sie hatten ein sehr schnelles Auto und wir waren einfach nicht gut genug, um mit ihnen mitzuhalten. Deshalb verfallen wir jedoch nicht in Panik. Das war erst das erste Rennen einer langen Saison und wir haben heute sehr viele Punkte mit beiden Autos gesammelt. Wir sind fest entschlossen, in China gestärkt zurückzuschlagen und sicherzustellen, dass beim nächsten Mal das Pendel eben leicht in unsere Richtung ausschlägt.