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Vom 5. bis 7. August 2017 wird Schloss Dyck im Rheinland mit seiner großzügigen Parkanlage wieder zu einem starken Anziehungspunkt für Fans automobiler Klassik. Mercedes-Benz bereichert die Classic Days in diesem Jahr mit den Typen S, SS, und SSK der legendären S-Reihe sowie einem 300 SLS. Ein Benz Patent-Motorwagen schlägt den Bogen zurück ins Jahr 1886 und damit zu den Ursprüngen des Automobils. ALL TIME STARS, der eigene Fahrzeughandel von Mercedes-Benz Classic, präsentiert auf der Apfelwiese drei rote Roadster-Träume aus unterschiedlichen Epochen in herausragendem Zustand. Für weitere Unterhaltung sorgt ein umfangreiches Aufgebot von Markenbotschaftern: Jutta Benz, Roland Asch, Klaus Ludwig, Jochen Mass, Bernd Mayländer und Karl Wendlinger werden bei den Classic Days Schloss Dyck 2017 vor Ort sein.

Ein markanter Klang wird sich in diesem Jahr ins Geschehen der Classic Days Schloss Dyck mischen: das Trompeten der legendären Kompressor-Sportwagen Mercedes-Benz SS und SSK. Beide werden als „Racing Legends“ auf dem Rundkurs auf dem Gelände des Wasserschlosses im Rheinland präsentiert. Mit den Fahrzeugen der S-Reihe dominiert die Marke Ende der 1920er- und Anfang der 1930er-Jahre den internationalen Motorsport.

Alles beginnt im Jahr 1927 mit dem Mercedes-Benz Typ S, der Buchstabe steht für „Sport“. 88 kW (120 PS) leistet sein Hochleistungs-Sechszylindermotor bereits ohne Kompressorunterstützung. Doch wenn der Fahrer das Gaspedal ganz durchtritt und damit den mechanischen Lader zuschaltet, gelangen 132 kW (180 PS) an die Hinterräder. Die Marke setzt den Typ S erstmals vor 90 Jahren beim Eröffnungsrennen des Nürburgrings am 19. Juni 1927 im Motorsport ein – und holt einen Dreifachsieg. Sport ist das eine, Alltagsbetrieb das andere: Die Fahrzeuge der Typen S, SS und SSK –& amp; amp; amp; amp; nbsp;heute würde man sie den Supersportwagen zuordnen –& amp; nbsp;sind bis 1933 regulär mit Straßenzulassung im Verkaufsprogramm. Anlässlich des 90. Geburtstags der Modellreihe präsentiert Mercedes-Benz Classic bei den Classic Days Schloss Dyck alle drei Varianten. Denn zusätzlich zu den beiden Kompressor-Sportwagen auf dem Rundkurs ist auf dem feinen Rasen vor der Orangerie direkt am Schloss ein originaler Typ S aus dem Jahr 1927 zu besichtigen.

Am anderen Ende der Leistungsskala steht der Patent-Motorwagen von Carl Benz, der die von ihm vollbrachte Erfindung des Automobils im Jahr 1886 dokumentiert. Seine Urenkelin Jutta Benz wird einen Patent-Motorwagen fahren: Mit 0,55 kW (0,75 PS) ist sie in einer ganz anderen, aber nicht minder prägenden Ära unterwegs. Denn das Dreirad von Carl Benz markiert den Beginn der Erfolgsgeschichte des Automobils.

Wiederum aus einer anderen Ära stammt der 300 SLS, mit dem Mercedes-Benz Classic ein weiteres Jubiläum feiert. Denn diese Rennsportvariante des 1957 und damit vor 60 Jahren präsentierten Serienfahrzeugs 300 SL Roadster (W 198) wird eigens für Paul O’Shea aufgebaut, der damit im gleichen Jahr die amerikanische Sportwagenmeisterschaft in der Kategorie D gewinnt – das dritte Mal in Folge, in den beiden Jahren davor auf 300 SL „Gullwing“ (W 198).

Zahlreiche Markenbotschafter von Mercedes-Benz sind bei den Classic Days Schloss Dyck vor Ort, und mehrere Autogrammstunden sind geplant. Neben Jutta Benz sind es die Rennfahrer Roland Asch, Klaus Ludwig, Jochen Mass, Bernd Mayländer und Karl Wendlinger. Mayländer ist eine feste Größe in der Formel 1. Dort ist er Fahrer des offiziellen Safety Cars, das schon seit vielen Jahren von der Performance-Marke Mercedes-AMG stammt. Diese feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Vor 50 Jahren wurde AMG in Affalterbach bei Stuttgart gegründet.

ALL TIME STARS auf der Apfelwiese

Die Präsentation der ALL TIME STARS Fahrzeuge auf der Apfelwiese von Schloss Dyck rundet den Auftritt von Mercedes-Benz Classic ab. Der eigene Fahrzeughandel schafft dort mit gleich drei roten Roadstern an einem prominenten Standort einen Blickfang: Der 280 SL „Pagode“ (W 113) ist von den Experten bei Mercedes-Benz Classic einer umfassenden Werksrestaurierung unterzogen und präsentiert sich erneut wie im Jahr 1968, als er das Werk Sindelfingen verließ. Der 300 SL (R 107) aus dem Jahr 1986 befindet sich in einem außergewöhnlich guten Zustand: Er hat erst 16.550 Kilometer auf dem Tacho. Schließlich der SLK 230 Kompressor aus dem Jahr 1999: Er entstammt der ersten Generation des beliebten SLK-Roadsters mit Variodach.

ALL TIME STARS besteht seit 2015. Das Angebot des Fahrzeughandels von Mercedes-Benz Classic reicht vom Vorkriegs-Klassiker bis zum Youngtimer. Besonders beliebt bei den Kunden sind die Automobile der 1960er- und 1980er-Jahre. Für größtmögliche Transparenz sorgt ALL TIME STARS mit der gründlichen Prüfung jedes angebotenen Fahrzeugs in 160 Punkten, ergänzt durch ein Classic Data Gutachten. Die ALL TIME STARS Fahrzeuge entsprechen technisch mindestens der Zustandsnote 2 und sind in mehrere Editionen eingeordnet.

Classic Days Schloss Dyck

Die Classic Days Schloss Dyck finden jedes Jahr am ersten Augustwochenende statt. Mit einer gelungenen Mischung unter anderem aus den Rundstrecken-Fahrten „Racing Legends“, dem Concours d’E legance „Jewels in the Park“ sowie zahlreichen weiteren Präsentationen wird Fahrzeuggeschichte zum Greifen nah präsentiert. Das umfangreiche Programm findet auf dem 60 Hektar großen Gelände rund um das rheinländische Wasserschloss in der Nähe von Neuss statt. Damit hat sich die Veranstaltung als ein besonderes Festival für Freunde von Youngtimern und Oldtimern etabliert.

Classic Days Schloss Dyck 2017: Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic

Benz Patent-Motorwagen, 1886

Am 29. Januar 1886 meldet Carl Benz sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ zum Patent an. Die Patentschrift zum DRP 37435 gilt als Geburtsurkunde des Automobils und prägt den Namen Patent-Motorwagen. Das erste Automobil der Welt ist eine eigenständige Konstruktion, bei der Motor und Fahrgestell eine organische Einheit bilden. Benz hat es als Dreirad ausgeführt, da er von der bei Kutschen üblichen Drehschemellenkung nicht überzeugt ist. Die entscheidende Leistung von Carl Benz besteht in der Konsequenz, mit der er seine Vision vom „Wagen ohne Pferde“ zur Realität werden lässt: Er hat die Idee eines Motorwagens, konstruiert ihn, baut ihn, lässt ihn patentieren, erprobt ihn, bringt ihn auf den Markt, produziert ihn in Serie, entwickelt ihn weiter und macht seine Erfindung damit nutzbar. Der Benz Patent-Motorwagen läutet eine neue Ära der individuellen Mobilität ein.

Technische Daten Benz Patent-Motorwagen
Baujahr: 1886
Zylinder: Einzylinder-Viertaktmotor mit Summer-Zündung
Hubraum: 954 Kubikzentimeter
Leistung: 0,55 kW (0,75 PS) bei 400/min
Höchstgeschwindigkeit: 16 km/h

Mercedes-Benz Typ S (W 06), 1927

Der Mercedes-Benz Typ S aus dem Jahr 1927 ist der erste einer Reihe von Kompressorsportwagen, die als „Weiße Elefanten“ den Motorsport der späten 1920er-Jahre dominieren und Weltruhm erlangen. Das „S“ steht für Sport – und der Name ist Programm: Der erste Renneinsatz, das Eröffnungsrennen auf dem Nürburgring am 19. Juni 1927, endet mit einem Dreifachsieg für Mercedes-Benz. Sieger ist Rudolf Caracciola, der später zum erfolgreichsten Rennfahrer der Vorkriegszeit avanciert. Zu den Triumphen der Marke gehört auch der Dreifachsieg beim Großen Preis von Deutschland für Sportwagen auf dem Nürburgring am 17. Juli 1927, der zweiten großen Veranstaltung auf dem „Ring“ in dessen Eröffnungsjahr. In der Rennausführung bleibt der Typ S zwar den Werksfahrern vorbehalten. Er ist aber auch als exklusiver Straßensportwagen erhältlich, mit dem zahlreiche Privatfahrer erfolgreich bei Wettbewerben starten – für den „Herrenfahrer“ ist er eins der schnellsten Automobile auf dem Markt. Bis 1928 werden insgesamt 146 Exemplare gebaut. Aus dem Typ S („Sport“) entstehen 1928 die Typen SS („Super-Sport“) und SSK („Super-Sport Kurz“) und 1931 der SSKL („ Super-Sport Kurz Leicht “).

Technische Daten Mercedes-Benz Typ S
Produktionszeitraum: 1927 bis 1928
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 6.789 Kubikzentimeter
Leistung: 88 kW (120 PS), mit Kompressor 132 kW (180 PS) bei 3.000/min
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h

Mercedes-Benz SS (W 06), 1930

Trotz seines leistungsstarken Motors ist der Mercedes-Benz SS („ Super-Sport“) als „Gran Tourismo“ gedacht. Der Reihensechszylinder-Motor des Fahrzeugs leistet aus 7,1 Liter Hubraum 118 kW (160 PS) ohne Kompressor und bis zu 147 kW (200 PS) mit Kompressor. Seine Feuertaufe als bis zu 184 kW (250 PS) starkes Rennfahrzeug erlebt der Typ SS im Juni 1928 mit Rudolf Caracciola beim Gewinn des Bergrennens auf die Bühler Höhe. Zahlreiche weitere Rennsiege folgen. Der Mercedes-Benz SS wird von 1928 bis 1933 in insgesamt 111 Exemplaren gebaut.

Technische Daten Mercedes-Benz SS (Serienversion)
Produktionszeitraum: 1928 bis 1933
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 7.065 Kubikzentimeter
Leistung: 118 kW (160 PS), mit Kompressor 147 kW (200 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h

Mercedes-Benz SSK (W 06), 1928

Von den Hochleistungssportwagen der 1927 eingeführten Mercedes-Benz S-Reihe ist der Typ SSK (W 06) die exklusivste und faszinierendste Ausführung. Die Modellbezeichnung des Kompressorwagens mit 7,1-Liter-Sechszylindermotor steht für „ Super-Sport-Kurz“ und bringt neben der besonderen Sportlichkeit auch den verkürzten Radstand zum Ausdruck. Nach zahlreichen Siegen, die der Typ S als erstes Modell der Reihe eingefahren hat, setzen die Nachfolgemodelle SS und SSK die Erfolgsgeschichte fort: Im Sommer 1928 gewinnt Werksrennfahrer Rudolf Caracciola mit dem brandneuen SSK auf Anhieb das Gabelbachrennen, das Rennen auf den Schauinsland und das Ratisbona-Bergrennen. 1930 holt er auf SSK den Sieg in der Europa-Bergmeisterschaft. Im gleichen Jahr nimmt der Kompressor-Sportwagen erstmals auch an der Mille Miglia teil. Rudolf Caracciola und Christian Werner gewinnen die Klasse bis 8 Liter und belegen mit einer Fahrzeit von 17 Stunden und 20 Minuten den sechsten Platz im Gesamtklassement. Die gewichtsreduzierte und mit 220 kW (300 PS) nochmals leistungsgesteigerte Version von 1931, auch als SSKL (Super-Sport-Kurz-Leicht) bekannt, erzielt bei der Mille Miglia einen spektakulären Erfolg: Im April 1931 gewinnt Rudolf Caracciola das strapaziöse Straßenrennen von Brescia nach Rom und zurück als erster nicht aus Italien stammender Fahrer – in der neuen Rekordzeit von 16 Stunden und 10 Minuten.

Technische Daten Mercedes-Benz SSK (Serienversion)
Produktionszeitraum: 1928 bis 1932
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 7.065 Kubikzentimeter
Leistung: 125 kW (170 PS), mit Kompressor 165 kW (225 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 192 km/h

Mercedes-Benz 300 SLS (W 198), 1957

Der Mercedes-Benz 300 SLS, eine Sonderausführung des 1957 vorgestellten 300 SL Roadster, entsteht im gleichen Jahr in zwei Exemplaren für die amerikanische Sportwagenmeisterschaft, nachdem die Serienversion des brandneuen Modells in der Saison 1957 noch nicht in der „Standard Production“-Kategorie starten darf. Um in der einzigen alternativ möglichen Rennsport-Kategorie D nicht chancenlos zu sein, wird ein serienmäßiger Roadster nach allen Regeln der Kunst zum nur noch 970 Kilogramm wiegenden SLS abgespeckt. Die Motorleistung ist außerdem auf 173 kW (235 PS) gesteigert. Mit dem SLS gewinnt Paul O’Shea die amerikanische Sportwagenmeisterschaft in der Kategorie D mit deutlichem Vorsprung vor der Konkurrenz – nachdem er den Titel bereits 1955 und 1956 auf dem 300 SL „Gullwing“ geholt hatte.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SLS (W 198)
Einsatz: 1957
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 Kubikzentimeter
Leistung: 173 kW (235 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 260 km/h

Classic Days Schloss Dyck 2017: Die ALL TIME STARS Fahrzeuge

Mercedes-Benz 280 SL (W 113), 1968

Die „Pagoden-SL“-Baureihe W 113, von Enthusiasten wegen ihres pagodenförmigen Hardtops so genannt, löst im Jahr 1963 gleich zwei Fahrzeuge ab: den leistungsstarken Seriensportwagen 300 SL Roadster (W 198) und den eher auf sportlich-komfortables Reisen abzielenden 190 SL (W 121). Die „Pagode“ verknüpft die Qualitäten der beiden Vorgängermodelle und ist sehr beliebt bei einer anspruchsvollen Käuferschaft, die Fahrleistungen und souveräne Kraftentfaltung eines Sportwagens mit dem Komfort eines luxuriösen Reisewagens verbunden sehen will. Die höchstentwickelte, 1968 eingeführte Variante 280 SL schöpft aus 2,8 Liter Hubraum 15 kW (20 PS) mehr als die beiden Vorgängertypen 230 SL und 250 SL. Davon profitiert dank höherer Elastizität vor allem die Laufruhe des Reihensechszylinders. So findet der Typ 280 SL in der „Pagoden“ -Reihe fast so viele Käufer wie der 230 SL und der nur gut ein Jahr lang gebaute 250 SL zusammen.

Der während der Classic Days Schloss Dyck 2017 von ALL TIME STARS gezeigte 280 SL wurde in der Werkstatt von Mercedes-Benz Classic einer umfassenden Werksrestaurierung unterzogen. Das Fahrzeug präsentiert sich im Neuzustand – so, wie es im Jahr 1968 das Werk Sindelfingen verlassen hat.

Technische Daten Mercedes-Benz 280 SL (W 113)
Produktionszeitraum: 1968 bis 1971
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.778 Kubikzentimeter
Leistung: 125 kW (170 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h

Mercedes-Benz 300 SL Roadster (R 107), 1986

Die SL-Baureihe R 107 rollt im Frühjahr 1971 auf die Straßen. Neben Eleganz und Qualität strahlen die Fahrzeuge auch Sicherheit aus, das Crashverhalten des offenen Zweisitzers ist seiner Zeit weit voraus. Technisch macht es sich beispielsweise in einem sorgsam definierten Knautschverhalten von Karosserie und Rohbaustruktur bemerkbar, in einer hochstabilen A-Säule und einer konsequent nach Sicherheitskriterien gestalteten Innenausstattung. In seiner so nicht geplanten, aber letztlich sehr erfolgreichen 18-jährigen „Lebenszeit“ erhält dieser SL eine ganze Reihe von Sechs- und Achtzylindermotoren. Entsprechend vielfältig sind die Modellbezeichnungen. Die Produktion der Baureihe R 107 endet im August 1989 nach mehr als 18 Jahren. Damit stellt diese SL-Baureihe einen hausinternen Rekord auf, der kaum mehr zu überbieten sein dürfte: Abgesehen von den Geländewagen der G-Klasse gibt es in der gesamten Geschichte des Hauses keine andere Personenwagen-Baureihe, die über einen derart langen Zeitraum produziert worden ist. Insgesamt entstehen in Sindelfingen 237.287 offene Fahrzeuge, eine Zahl, die den hohen Beliebtheitsgrad der Baureihe R 107 eindrucksvoll demonstriert. Vom parallel gebauten Coupé (C 107) sind es von 1971 bis 1981 insgesamt 62.888 Stück.

Nur 16.550 Kilometer – diesen Tachostand hat der von ALL TIME STARS an Schloss Dyck gezeigte 300 SL aus der Concours Edition. Er stammt aus dem Jahr 1986. Das Fahrzeug besticht mit seinem herausragenden Gesamtzustand und seiner klassischen Farbkombination mit roter Außenlackierung und cremefarbenem Leder im Interieur.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL Roadster (R 107)
Produktionszeitraum: 1985 bis 1989
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.962 Kubikzentimeter
Leistung: 138 kW (188 PS) bei 5.700/min
Höchstgeschwindigkeit: 203 km/h

Mercedes-Benz SLK 230 Kompressor (R 170), 1999

Die Modellreihe SLK (R 170) führt Mercedes-Benz im Jahr 1996 ein. Sie bereichert die Mercedes-Benz Sportwagenfamilie um einen kompakten Roadster. Dieser überzeugt unter anderem mit seinem Vario-Dach, das den SLK wahlweise ein wetterfestes Coupé oder innerhalb kurzer Zeit einen offenen Roadster sein lässt. Die aufwendige Kinematik mit Elektro-Hydraulik ist kunstvolle Technik: Zum Öffnen schwingt das zweigeteilte Stahldach zunächst nach oben. Gleichzeitig senkt sich die Hutablage unter den Kofferraumdeckel, während dieser nach hinten oben schwenkt, um Raum für das Dach im Kofferraum freizugeben. Das Dach faltet sich ein und gleitet an seinen Platz, der Kofferraumdeckel schließt sich, und die Hutablage gelangt wieder zurück an ihren Platz. 25 Sekunden dauert der gesamte Vorgang, und er ist stilbildend: Der SLK etabliert das Vario-Dach in der Branche. Damit und mit seinen zahlreichen weiteren Alltagsqualitäten fährt er in die Herzen vieler Kundinnen und Kunden.

Der SLK 230 Kompressor auf den Classic Days Schloss Dyck stammt aus dem Jahr 1999. Die Farbkombination – rote Außenfarbe, schwarze Leder-Innenausstattung – ist klassisch, aber beim SLK selten zu finden. Aufgrund des gepflegten Originalzustands hat ALL TIME STARS das Fahrzeug der Collectors Edition zugeordnet. Er ist unfallfrei und nicht nachlackiert.

Classic Days Schloss Dyck 2017: Die Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic

Jutta Benz
Geboren am 1. Oktober 1943 in Mannheim, Deutschland

Sie trägt einen großen Namen: Jutta Benz. Ihr Urgroßvater Carl Benz baut im Jahr 1886 das erste Automobil der Welt in einem revolutionären, weil ganzheitlich neuartigen und umfassenden Entwurf. Seine Ehefrau Bertha Benz, die Urgroßmutter von Jutta Benz, hat die Entwicklung maßgeblich geprägt und gefördert. Denn sie unterstützt den Gatten in jeglicher Hinsicht und setzt zudem immer wieder eigene starke Impulse auf dem Weg des Automobils in die Großserie. Berühmt ist ihre Fernfahrt mit dem Benz Patent-Motorwagen im August 1888 von Mannheim nach Pforzheim, die sie mit beiden Söhnen absolviert – Härtetest und Funktionsbeweis der großartigen Erfindung zugleich. Das alles ist mehr als 130 Jahre her, doch das Automobil ist jünger denn je. Kein Wunder, dass Jutta Benz für ihre Urgroßeltern und insbesondere für die Urgroßmutter als eine in ihrer Zeit herausragende Frau große Bewunderung hegt: Öffentlich gelebte Kreativität und Gleichberechtigung sind zu deren Lebzeiten alles andere als normal anzusehen. In diesem Sinne verkörpert Bertha Benz ebenso wie ihr Ehemann den Erfolg und die Entwicklung des Automobils und der Marke Mercedes–Benz. Jutta Benz ist die letzte Trägerin des Namens Benz, der in direkter Linie auf Carl und Bertha Benz zurückzuführen ist.

Roland Asch
Geboren am 12. Oktober 1950 in Altingen, Deutschland

Der gelernte Kraftfahrzeugmeister Roland Asch beginnt seine Rennsportkarriere zunächst als Hobby, feiert aber Erfolge wie ein Profi: Nach dem Titel des Deutschen Bergmeisters 1981 und der Deutschen Rennsport-Trophäe 1983 folgt 1985 sein Debüt in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Dort wird er mit seinem eigenen Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 im Jahr 1988 Vizemeister. Dreimal gewinnt er Ende der 1980er-Jahre die Gesamtwertung des Porsche 944 Turbo Cups und holt 1991 den Meistertitel des Porsche Carrera Cups. Für Mercedes-Benz fährt er Anfang der 1990er-Jahre insgesamt fünf Siege und diverse gute Platzierungen in der DTM ein. 1993 wird er zum zweiten Mal Vizemeister der DTM und wechselt 1995 zu Ford in den Super-Tourenwagen-Cup. Als Markenbotschafter ist Roland Asch Mercedes-Benz bis heute eng verbunden und immer wieder bei Veranstaltungen am Steuer bedeutender Rennwagen aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic zu erleben.

Klaus Ludwig
Geboren am 5. Oktober 1949 in Bonn, Deutschland

Der von seinen Fans mit dem Ehrennamen „König Ludwig“ ausgezeichnete Rennfahrer und dreifache DTM-Meister Klaus Ludwig beginnt seine Karriere im Motorsport Anfang der 1970er-Jahre mit Slalomrennen, Orientierungsfahrten und Tourenwagenrennen. Zu seinen ersten großen Erfolgen zählen die Meistertitel der Deutschen Rennsport-Meisterschaften (DRM) der Jahre 1979 und 1981 sowie Siege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans in den Jahren 1979, 1984 und 1985. Zur Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) kommt Ludwig 1985, wo er zunächst für Ford startet und 1988 seinen ersten Titel holt. 1989 wechselt er zum AMG-Mercedes-Team, für das er in den folgenden Jahren bis 1994 zwei Meistertitel (1992 und 1994, Vizemeisterschaft 1991) mit insgesamt 19 Rennsiegen erzielt. 1995 und 1996 fährt er in der ITC (International Touringcar Championship) für das Opel-Team Rosberg. Danach kehrt er zu AMG-Mercedes zurück und gewinnt zusammen mit Ricardo Zonta 1998 die Fahrer- und Teamtrophäe der Internationalen FIA-GT-Meisterschaft. Danach beendet Ludwig offiziell seine Motorsportkarriere, doch im Jahr 2000 startet er wieder bei den neuen Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) und beendet die Saison und auch seine Rennfahrerkarriere mit Platz 3 der Gesamtwertung auf Mercedes-Benz CLK-DTM.

Jochen Mass
Geboren am 30. September 1946 in Dorfen bei Starnberg, Deutschland

Jochen Mass, ursprünglich gelernter Seemann, beginnt seine abwechslungsreiche Karriere im Motorsport 1968 mit Tourenwagen-Rennen für Alfa-Romeo und als Werksfahrer bei Ford in den Jahren 1970 bis 1975. In dieser Zeit gewinnt er 1972 die 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Parallel dazu engagiert er sich in der Formel 2 (1973) und in 105 Grands Prix der Formel 1 (1973/74 mit Surtees; 1975 bis 1977 mit McLaren; 1978 mit ATS; 1979/80 mit Arrows; 1982 mit March). 1984 startet er auf Mercedes-Benz 500 SLC (C 107) bei der Rallye Paris–Dakar. Mit dem Titel des Deutschen Sportwagen-Meisters 1985 und seiner Tätigkeit als Werksfahrer bei Porsche bis 1987 im Gepäck wird er 1988 Werksfahrer im Team Sauber-Mercedes. Bis 1991 fährt er für dieses Team in der Gruppe C. Im neuen Silberpfeil, dem Sauber-Mercedes C 9, siegt Jochen Mass mit Manuel Reuter und Stanley Dickens beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und schafft die Vizeweltmeisterschaft 1989. Drei Jahre später wechselt Mass in das Team-Management der DTM. Sir Stirling Moss beschreibt ihn als „ Seelenverwandten“ und als „einen Fahrer mit einem enormen Gefühl für Rennwagen und mit hohem Sachverstand, der mit der Renngeschichte aller Epochen vertraut ist“. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass Jochen Mass heute für Mercedes-Benz bei historischen Veranstaltungen am Start ist. Ob im Silberpfeil W 125 oder im Mercedes-Benz SSK – Jochen Mass kennt und fährt sie alle.

Bernd Mayländer
Geboren am 29. Mai 1971 in Waiblingen, Deutschland

Bernd Mayländer fährt in der Formel 1 regelmäßig an der Spitze des Feldes. Denn der 1971 in Waiblingen geborene Rennfahrer steuert seit 2000 als offizieller Fahrer das von Mercedes-AMG gestellte Safety Car der Formel 1 – derzeit ein Mercedes-AMG GT S (C 190). Mayländer beginnt 1990 Autorennen zu fahren und startet zunächst im Porsche-Clubsport, Porsche-Carrera-Cup (Gesamtsieg 1994), Porsche Supercup und bei Langstreckenrennen. Für das Team Persson Motorsport fährt er von 1995 an zunächst in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) und der International Touring Car Championship (ITC), von 1997 an in der FIA-GT-Meisterschaft auf AMG-Mercedes CLK-GTR. 1997 gewinnt Mayländer hier zusammen mit Klaus Ludwig und Bernd Schneider das Rennen in Spielberg auf AMG-Mercedes CLK-GTR. Im Jahr 2000 gewinnt er auf Porsche 996 GT3 das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Seine letzte DTM-Saison absolviert Bernd Mayländer 2004 im Team Rosberg auf Mercedes-Benz C-Klasse.

Karl Wendlinger
Geboren am 20. Dezember 1968 in Kufstein, Österreich

Der Einstieg in den Motorsport gelingt Karl Wendlinger als Vierzehnjähriger im Kartsport. 1989 gewinnt er den Titel in der deutschen Formel-3-Meisterschaft. In den Jahren 1990 bis 1991 gehört der Österreicher neben Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen zum Mercedes-Juniorteam und geht in der Sportwagen-Weltmeisterschaft an den Start. 1991 wechselt er in die Formel 1 und fährt ab 1994 zusammen mit Heinz-Harald Frentzen für das Team Sauber-Mercedes. Es folgen Engagements in der DTM, der Formel 3000 und bei den 24 Stunden von Le Mans. Zu seinen wichtigsten Rennerfolgen zählen der Gewinn der FIA-GT-Meisterschaft (1999), der 1. Platz bei den 24 Stunden von Le Mans in der GTS-Klasse (im gleichen Jahr), der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Daytona im Jahr 2000 und der 2. Platz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (2003). Von 2004 bis 2011 startet Karl Wendlinger in der FIA-GT-Meisterschaft für verschiedene Teams, 2007 wird er mit Jetalliance Racing Vizemeister. Seit 2012 ist Karl Wendlinger Mercedes-AMG Markenbotschafter und Instruktor der AMG Driving Academy.