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Lewis und Valtteri erzielen für das Team einen Doppelsieg auf dem Circuit Paul Ricard

  • Lewis fuhr den 79. Sieg in seiner Formel 1-Karriere ein, seinen sechsten in dieser Saison und seinen zweiten in Frankreich
  • Valtteri überquerte die Ziellinie auf Position zwei und sicherte dem Team damit seinen 50. Doppelsieg in der Formel 1
  • Lewis (187 Punkte) führt die Fahrer-Weltmeisterschaft mit 36 Zählern Vorsprung auf Valtteri (151 Punkte) an
  • Mercedes-AMG Petronas Motorsport (338 Punkte) führt die Konstrukteurs-Wertung mit 140 Zählern Vorsprung auf Ferrari (198 Punkte) an
  • Nathan Divey, Nummer 1-Mechaniker am Fahrzeug mit der Nummer 44, nahm den Pokal für den siegreichen Konstrukteur im Namen des Teams entgegen
  • Rechtefreies Bildmaterial vom Tag steht auf unserer Medienseite zur Verfügung
Fahrer Chassis-Nr. Grid Ergebnis Schn. Runde
Lewis Hamilton F1 W10 EQ Power+/04 P1 P1 1:32.764
Valtteri Bottas F1 W10 EQ Power+/03 P2 P2 1:33.586
Strategie Start Stopp 1
Nr. 44 Medium Hard (24)
Nr. 77 Medium Hard (23)

Lewis Hamilton

Ich fahre schon seit langer Zeit Rennen, aber das wird einfach niemals langweilig. Es ist immer eine Herausforderung und ich liebe es, das Limit zu finden und diese Maschine zu bändigen. Auf dieser Strecke macht das Fahren im Rennen wahnsinnig viel Spaß und es gibt einige technisch sehr anspruchsvolle Abschnitte. Es mag von außen vielleicht einfach aussehen, aber das ist es überhaupt nicht – alles ist stets am Limit. Deshalb achtete ich bei jeder Gelegenheit auf die Reifen, den Motor und sparte Benzin. Ich hatte ziemlich große Blasen an meinen Vorderreifen, die mir etwas Sorgen bereiteten. Aber wir sind durchgekommen und das hätte ich nicht ohne dieses fantastische Team geschafft. Ich bin unheimlich stolz auf jeden Einzelnen und auch darauf, Teil dieser Mannschaft sein zu dürfen. Das war bislang unser bester Start in ein Jahr und das müssen wir genießen.

Valtteri Bottas

Schlussendlich war es ein relativ ruhiges Rennen. Der Start war meine beste Chance, aber Lewis kam ebenfalls gut weg und damit war meine Gelegenheit dahin. Lewis war heute sehr schnell. Ich versuchte, mit ihm mitzuhalten, aber dann begannen meine Vorderreifen auseinanderzufallen – sowohl auf den Medium-Reifen als auch am Ende auf der harten Mischung. Gegen Rennende waren wir wegen der Blasenbildung besorgt, weshalb ich etwas zurückstecken musste. Es war definitiv noch etwas drin, aber wir wollten auf der sicheren Seite sein und es bis ins Ziel schaffen. Letztendlich hatte Lewis heute einen Pace-Vorteil und ging besser mit den Reifen um. Das muss ich mir ansehen und daraus lernen. Ich bin sehr stolz auf die Arbeit des Teams und ein weiterer Doppelsieg ist ein großartiges Ergebnis für uns.

Toto Wolff

Mit Blick auf die Performance der Fahrer und des Autos war das heute eine unserer besten Leistungen in dieser Saison. Lewis ist ein richtig gutes Rennen gefahren. Er hatte von der Spitze weg alles unter Kontrolle und zeigte eine fehlerfreie Vorstellung. Valtteri hatte im zweiten Stint etwas zu kämpfen und verlor in der VSC-Phase gegen Ende relativ viel Zeit. Dadurch konnte Charles ihm noch sehr nahekommen. Ich freue mich an diesem Wochenende sehr für das Team, hinter dem einige harte Wochen mit vielen langen Tagen liegen. Aber wir sind unermüdlich und werden weiter alles geben. Ein weiterer Doppelsieg ist ein fantastisches Ergebnis und der Lohn für all die harte Arbeit und den ganzen Einsatz dieses Teams. Jetzt geht es in meine Heimat nach Österreich. Dort erwartet uns eine Power-Strecke und wir waren bislang etwas grenzwertig bei der Kühlung. In Spielberg soll es sehr heiß werden, weshalb wir dort einen viel härteren Kampf erwarten.

Andrew Shovlin

Hinter dem Team liegt erneut ein sehr gutes Wochenende. Herzlichen Glückwunsch an Lewis zu einer sehr starken Leistung. Es schien, als ob wir hier und heute das bessere Auto haben würden, aber nicht mit einem großen Vorsprung. Deshalb mussten beide Fahrer sehr hart arbeiten, um sich einen Vorsprung herauszufahren. Die Strecke war sehr heiß, was das Leben für die Reifen ziemlich schwer machte. Wir haben im ersten Stint alles gegeben und uns einen Vorsprung herausgeholt, um uns dadurch gegen einen möglichen Undercut abzusichern. Dieser Plan ging mehr oder weniger auf und bis zu den Boxenstopps hatten wir es geschafft, dass beide Fahrer in einer Position waren, in der sie nicht wirklich in Gefahr waren. Bis dahin waren wir an diesem Wochenende noch nicht mit den harten Reifen gefahren, aber wir schienen eine gute Balance damit zu haben. Sobald sie auf Temperatur waren, funktionierten sie sehr gut. Wir hatten an beiden Autos ein wenig Blasenbildung an den Vorderreifen, aber das fiel in einen Bereich, der in den Kurven nicht so stark belastet wurde und dadurch den Grip nicht beeinflusste. Am schwierigsten waren die letzten Runden des Rennens, als Charles immer näher an Valtteri herankam. Valtteri war beim Re-Start nicht nah genug an der Delta-Zeit und so konnte Charles zu ihm aufschließen. Aber wir müssen erst mit Valtteri sprechen, um zu verstehen, was genau schiefgelaufen ist. Wir hatten ihm gesagt, dass es keine lange VSC-Phase werden würde, aber vielleicht haben wir nicht gut genug kommuniziert, wie kurz sie sein würde. Bei Lewis haben wir einen Punkt verpasst, weil wir davon ausgingen, dass Sebastian sich locker die schnellste Rennrunde holen würde. Deshalb haben wir es am Ende nicht hart genug versucht, das hätten wir ernster nehmen müssen. Es gibt also hier und da Dinge, die wir verbessern können, aber alles in allem muss ich sagen: Hut ab vor dem Team nach diesem großartigen Ergebnis!