Mercedes-Benz MotorsportGroßer-Preis-von-Kanada-2018---Sonntag-autobrinkmann-mercedes-benz

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  • Valtteri belegt in Montreal Platz zwei, Lewis wird Fünfter

    • Valtteri beendete den Großen Preis von Kanada auf Rang zwei – es war sein vierter Podestplatz auf dem Circuit Gilles Villeneuve und sein vierter zweiter Platz in dieser Saison
    • Lewis belegte Platz fünf – damit kam er zum 32. Mal in Folge in die Punkteränge
    • Es war auch die 20. Podestplatzierung mit Mercedes-Benz Power in Kanada
    • Sebastian Vettel (121 Punkte) führt die Fahrer-Weltmeisterschaft mit einem Punkt Vorsprung auf Lewis (120 Punkte) an, Valtteri (86 Punkte) belegt Rang drei
    • Mercedes-AMG Petronas Motorsport (206 Punkte) führt die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft mit 17 Punkten Vorsprung auf Ferrari (189 Punkte) an
    Fahrer Chassis-Nr. Grid Ergebnis Schn. Runde
    Valtteri Bottas F1 W09 EQ Power+/04 P2 P2 1:13.992 (Runde 51)
    Lewis Hamilton F1 W09 EQ Power+/01 P4 P5 1:14.183 (Runde 66)

     

    Strategie Start Stopp 1
    Nr. 44 UltraSoft SuperSoft (Runde 16)
    Nr. 77 UltraSoft SuperSoft (Runde 36)

    Valtteri Bottas

    Wir haben alles versucht, aber ich glaube nicht, dass wir heute eine echte Chance hatten, um den Sieg mitzukämpfen. Ich hatte einen aufregenden Start in das Rennen, als ich meinen zweiten Platz so hart wie möglich verteidigen musste. Ich war in Kurve eins außen und versuchte, viel Geschwindigkeit mitzunehmen, um dann in Kurve zwei die innere Linie fahren zu können. Ich war Rad an Rad gegen Max und wir kämpften hart, aber alles blieb fair. Ich war froh, dass ich vor ihm bleiben konnte. Danach versuchte ich, Sebastian unter Druck zu setzen, aber ich hatte nicht die Pace dafür. Der Ferrari-Fahrer kontrollierte das Rennen. Wir waren heute einfach nicht schnell genug. Gegen Rennende nahm ich etwas Gas raus, um Benzin zu sparen – deshalb kam mir Max so nahe. Wir waren das einzige Top-Team, das bei diesem Rennen keinen neuen Motor eingesetzt hat. Alle anderen hatten eine verbesserte Power Unit. Hoffentlich hilft uns der Einsatz unseres neuen Motors in Frankreich bei unserem Kampf gegen Ferrari und Red Bull.

    Lewis Hamilton

    Das war ein harter Tag, aber ich bin sehr dankbar, dass ich das heutige Rennen überhaupt beendet und ein paar Punkte mitgenommen habe. Mir fehlte von Beginn an Leistung und mein Motor überhitzte. Ich konnte die Temperaturen nicht senken, weshalb ich glaubte, dass ich ausfallen würde. Auf jeder Runde wartete ich darauf, dass die Leistung abfallen und ausbleiben würde, aber ich fuhr immer weiter. Ich hätte heute noch viel mehr Punkte verlieren können. Platz fünf ist nicht gerade das stärkste Ergebnis, aber es hätte noch viel schlimmer kommen können. Ferrari hat etwas bessere Arbeit abgeliefert als wir und ein besseres Paket hierher mitgebracht. Aber wir liegen sehr nah zusammen. Die Jungs arbeiten sehr hart, aber jeder Einzelne von uns kann sich immer noch weiter steigern. Wir krempeln jetzt die Ärmel hoch, arbeiten weiter mit Volldampf und denken positiv.

    Toto Wolff

    Das war ein kniffliges Wochenende für uns, an dem Ferrari gezeigt hat, dass sie im Qualifying und Rennen das schnellste Auto hatten. Vor Montreal haben wir erwartet, dass wir hier eine starke Leistung zeigen würden. Aber das heutige Ergebnis muss für uns eine weitere Lehre dafür sein, dass vergangene Performance-Eindrücke der Teams in diesem Jahr nicht immer gelten müssen. Es ist sehr schwer, von einer Strecke zur anderen einen Trend zu erkennen und die Rennergebnisse werden durch kleinste Abstände entschieden: Welches Team macht die wenigsten Fehler, entwickelt sein Chassis und seine Power Unit am effektivsten weiter, findet die richtige Balance zwischen Performance und Zuverlässigkeit und hat vom Freitag an ein sauberes Wochenende? Bei den schnellsten Rennrunden lagen heute drei Teams innerhalb von 0,15 Sekunden – das ist die neue Realität in diesem Jahr. Valtteri erwischte einen guten Start ins Rennen und verteidigte sich in den ersten beiden Kurven extrem gut gegen Verstappen. Wir hatten nie die nötige Pace, um Sebastian anzugreifen. Aber dieses Manöver war die Basis für seinen zweiten Platz. Danach fuhr er hart und machte kaum Fehler, aber für mehr fehlte uns heute die Pace. Bei Lewis beeinträchtigte ein Problem mit einer Chassis-Komponente von Anfang an sein Rennen. Dadurch überhitzte sein Motor und wir mussten auf die Temperaturen achten, was ihn im ersten Stint an Performance kostete. Bei seinem Boxenstopp konnten wir das Bodywork öffnen und dadurch die Situation für ihn verbessern. Gleichzeitig verloren wir dabei aber auch einen Platz an Ricciardo, den wir in den verbleibenden 50 Runden nicht zurückgewinnen konnten. Es war ein hartes Wochenende für uns – härter als wir es erwartet hatten. Dieses Ergebnis ist ein Weckruf für unser gesamtes Team. Jetzt müssen wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen, verstehen, wo wir mehr Performance herausholen können und in zwei Wochen in Paul Ricard zurückschlagen.

    Andrew Shovlin

    Wir kamen mit dem Ziel hierher, das Rennen zu gewinnen. Jetzt verlassen wir Montreal mit den Plätzen zwei und fünf – damit sind wir weit hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Wir haben am Freitag nicht gesehen, was Sebastian mit den UltraSoft- oder SuperSoft-Reifen leisten konnte. Demnach war seine Pace für uns eine Unbekannte. Aber schon sehr früh wurde uns klar, dass er Valtteri etwas voraushatte und ihn im ersten Stint auf Distanz halten konnte. Da wir ihn nicht unter Druck setzen konnten, waren wir auch nicht dazu in der Lage, eine Gelegenheit für Valtteri zu schaffen. Deshalb war Platz zwei heute das Maximum. Gegen Rennende befand sich Valtteri beim Sprit in einem grenzwertigen Bereich, da er im ersten Stint hart gepusht hatte. Aber er hatte es gut im Griff und konnte die Gefahr von Max abwehren, der zum Ende hin einige schnelle Runden hinlegte. Lewis erlebte heute einen schwierigen Nachmittag. Wir konnten auf Anhieb erkennen, dass wir ein Chassis-seitiges Problem mit der Power Unit-Kühlung hatten, was ihn Performance kostete. Wir konnten es während des Rennens nicht beheben, aber wir konnten den Schaden eingrenzen und damit das Risiko für die PU einschränken, sodass er das Rennen beenden konnte. Dieses Wochenende verlief mit Blick auf die beiden Weltmeisterschaften keineswegs ideal und wir haben gerade erst das erste Saisondrittel hinter uns – es liegt noch ein sehr langer Weg vor uns. Wir müssen eindeutig noch mehr Performance für das Auto finden. Daran werden wir sehr hart arbeiten, um sicherzustellen, dass wir in Paul Ricard stärker aussehen werden.